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Schwedisches Bankkonto - ein notwendiges Übel

schwedisches Konto

Ohne schwedisches Bankkonto keine BankID. Damit ist ein Konto in Schweden als Einwanderer bzw. Einwohner quasi unumgänglich, obwohl man ja eigentlich auch mit einem internationalen Konto gut klar käme.

Ohne BankID kommt man in Schweden aber nicht gut klar, denn die ist Dein Zugang zu fast jedem Dienst in Schweden.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt, denn in Schweden sind Banken verlängerte Arme des Skatteverket, dem schwedischen Finanzamt. 

Das begründet wiederum aber auch, warum Du als Ausländer bzw. als frischer Einwanderer bei den schwedischen Banken ein gar nicht so gern gesehener Neukunde bist.

Kommst Du mit einem festen Job in der Tasche und mit möglichst wenig Geld aus der Heimat nach Schweden, ist das kein Problem. Dein Einkommen ist klar definiert und aus Deiner Vergangenheit ist wenig zu deklarieren. 

Die meisten Einwanderer kommen aber erst einmal als "Selbstversorger" mit dem geforderten Eigenkapital ins Land und kümmern sich dann um Job, Selbstständigkeit oder welches Dasein auch immer (siehe dazu den Artikel zur Personennummer).

Das mögen die Banken aber nicht! Denn Geldfluss aus dem Ausland und damit für die schwedischen Behörden aus nichtverifizierten Quellen stammend, sind schwer zu erklären und deshalb den Banken ein Dorn im Auge.

Deswegen ist es leider so, dass sich manch ein schwedischer Neubürger in seiner neuen Wahlheimat die Füße nach einer Hausbank platt läuft, auch wenn die schwedischen Banken rechtlich eigentlich dazu verpflichtet sind Dir als EU Bürger ein Konto zu ermöglichen, wenn Du Dich ausweisen kannst und nichts dagegen spricht. Aber gerade der letzte Punkt ist schwammig und liegt im Ermessen der Bank.

Es gibt da auch keine Empfehlungen. Wir wissen von Tops und Flops bei allen Bankgesellschaften. Am Ende hängt es an Deiner Überzeugungskraft und an der Bereitschaft deines Bankberaters. Aber um so mehr sind deshalb für das private und auch kleinere gewerbliche Geschäft unbedingt Banken mit Filialnetz und persönlichen Ansprechpartnern zu empfehlen. 

 

Der nächst höhere Level der Herausforderung ist sicherlich für Deine unternehmerische Neugründung ein Bankkonto zu eröffnen. 

Hier ist die ganz klare Empfehlung: Bist Du mit Deinem Privatkonto bereits halbwegs als ordentlicher Kunde etabliert, ist die Tür für Dein Geschäftskonto zumindest schon mal nur noch angelehnt.

Auch, wenn Du gar keinen Kreditbedarf hast und einfach nur ein Geschäftskonto brauchst, wirst Du Rückfragen zu Business- und Liquiditätsplänen über Dich ergehen lassen müssen. Und sei es nur als Verifizierung, ob Du Dein Business ernst meinst und natürlich um Klarheit über Deine Zahlungsquellen zu erlangen und um Geldwäsche auszuschließen.

 

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